Kleintiere adoptieren: Kaninchen artgerecht halten
Die Tierheime sind voll mit Kleintieren, die unüberlegt angeschafft und dann abgegeben wurden, weil sie "Arbeit machen" oder "langweilig" im Käfig saßen. Dabei sind Kaninchen intelligente, bewegungsfreudige Tiere.
Nie allein!
Kaninchen sind hochsoziale Tiere. Einzelhaltung ist Tierquälerei. Sie brauchen mindestens einen Artgenossen zum Kuscheln, Putzen und Kommunizieren. Meerschweinchen sind übrigens kein Ersatzpartner, sie sprechen eine ganz andere Sprache.
Platzbedarf
Handelsübliche Käfige sind fast immer zu klein. Die Faustregel: Mindestens 2-3 qm pro Tier dauerhaft (Tag und Nacht). Dazu täglicher Auslauf.
Ernährung
Trockenfutter aus dem Supermarkt (bunt, mit Getreide) macht krank (Zahnprobleme, Verdauung). Hauptnahrungsmittel sollte Heu (immer verfügbar) und frisches Grünfutter (Wiese, Kräuter, Gemüse) sein.
Adoption aus dem Tierheim
Im Tierheim finden Sie oft bereits vergesellschaftete Paare. Oder Sie suchen einen Partner für Ihr verwitwetes Kaninchen – Tierheime helfen oft bei der Zusammenführung ("Vergesellschaftung"), da dies oft nicht ganz einfach ist.